Deutsch-Polnische Unternehmerreise "Selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter - Technik, Dienstleistungen, Zukunft"

Das Service- und BeratungsCentrum in Greifswald veranstaltete am 03.07.2018 in Zusammenarbeit mit seinen zwei Netzwerkpartnern, dem CUD Szczecin und CUD Świnoujście eine Deutsch-Polnische Unternehmerreise zum Thema „Selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter –Technik, Dienstleistungen, Zukunft”. An der Veranstaltung nahmen 31 polnische Vertreter von Pflege- und Sozialeinrichtungen, Seniorenstiftungen und Investoren sowie 15 deutsche Interessierte (u.a. Referenten und Netzwerkpartner der „Initiative Leben und Wohnen im Alter“ (ILWiA) e. V. teil.

Im Vortragsraum der MEDIGREIF Parkklinik GmbH in Greifswald wurden die Teilnehmer zunächst von Herrn Oliver Pielmann, den Mitarbeiter des SBC in Greifswald und Frau Katja Enderlein, Geschäftsführerin der MEDIGREIF Parkklinik GmbH begrüßt.

In ihrem Vortrag präsentierte Frau Enderlein anschließend die Parkklinik als Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation, die den Menschen im höheren und hohen Lebensalter Anschlussheilbehandlungen und Anschlussrehabilitationen nach schweren Krankheiten oder Behandlungen im Krankenhaus anbietet. Den Patienten der Parkklinik sowie den Bewohnern des „Wohnpark Pappelallee“ und den Gästen der Tagespflege stehen medizinische Funktionsräume, Krankengymnastik-, Übungs- und Therapieräume, Vortragsräume sowie Trainingsküchen und eine Parkanlage mit Sportparcours zur Verfügung. Eine seit ein paar Jahren existierende orthopädische Rehabilitation komplettiert das umfassende Angebot der MEDIGREIF Parkklinik GmbH.

Herr André Huysmann, Netzwerkmanager der „ILWiA“ e. V., informierte die Teilnehmer in seinem Vortrag über smarte Technologien in Wohnungen und ihre Vorteile. Der von ihm mit entwickelte sogenannte „Wohnassistent“ bietet viel Komfort, mehr Kommunikation und Sicherheit für Menschen aller Altersstufen. Er kann an die Bedürfnisse der Kunden angepasst und entsprechend konfiguriert werden, ist einfach zu bedienen und bei weitem nicht mehr so kostenintensiv wie vergleichbare Möglichkeiten noch vor wenigen Jahren.

Welche Hilfsmittel das Leben im Alter in eigener Häuslichkeit erleichtern können und vor allem, welche tatsächlich Sinn machen, konnten sich die Teilnehmer in der Präsentation von Herr Werner Brand, Leiter Reha und Logistik der Orthopädie-Technik-Service aktiv GmbH in Greifswald anhören. Der Referent machte anhand vieler Beispiele deutlich, dass nicht alle Hilfsmittel für ältere oder in Rehabiliation befindliche Menschen nützlich seien; gelegentlich können sie sogar zu gesundheitlichen Schäden führen oder den Rehabilitationsprozess stark verlangsamen. Um dies zu verhindern, müsse jede bedürftige Person individuell beraten werden.

In einem weiteren Vortrag informierte Frau Dr. Beata Bugajska, die Direktorin der Abteilung für soziale Angelegenheiten der Stadt Szczecin über neue Entwicklungen und Standards in den Seniorenheimen in Szczecin und über großes Spektrum an Veranstaltungen und Aktivitäten, die für Senioren durch die Stadt Szczecin organisiert und durchgeführt werden.

Im Anschluss an die Vorträge fand eine lebhafte Diskussion zwischen den Teilnehmern statt.

Nach der Mittagspause stand eine Besichtigung der Tagespflege, einer Musterwohnung mit vielen Hilfsmitteln und integriertem „Wohnassistent“ und des Sportparcours auf dem Gelände der MEDIGREIF Parkklinik GmbH auf dem Programm. Die Teilnehmer erhielten umfangreiche Informationen zum Tagesablauf in der Tagesklinik, zur Finanzierung der verschiedenen Dienstleistungen und zu Übungen an den Sportgeräten des Parcours. In der Musterwohnung erklärte Frau Jenny Kempka, Leiterin der Kommunalen Beratungsstelle ILWiA, die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten durch den „Wohnassistenten“ und beantwortete Fragen zur Integration der Systeme in Bestands- und Neubauten und zu den anfallenden Kosten.

Ein weiterer interessanter Termin der Unternehmerreise war die Besichtigung der Seniorenresidenz „Aktivzentrum Boddenhus“, die von der Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern betrieben wird. Der Objektbetreiber hat sich das Ziel gesetzt, ältere Menschen für eine Vielzahl von Freizeitangeboten zu aktivieren und ihre Mobilität zu steigern, um ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern. Darüber hinaus soll den Senioren möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den gemieteten Wohnungen im Objekt oder in der eigenen Häuslichkeit ermöglicht werden – mit individuellen, genau abgestimmten Hilfeleistungen. Durch Herrn Hoffmeister und Herrn Eichler wurden zahlreiche zusätzliche Angebote wie z.B. Physiotherapie, podologische Behandlungen und Sportkurse vorgestellt und zwei Wohnungen für Senioren mit unterschiedlichem Behinderungsgrad präsentiert.

Bei Kaffee und Kuchen konnten die polnischen Gäste anschließend ihre Eindrücke Revue passieren lassen und untereinander sowie mit den Mitarbeitern des „Aktivzentrum Boddenhus“ ins Gespräch kommen und ihre Kontaktdaten austauschen.

Frau Izabela Kattner, Mitarbeiterin des SBC Greifswald bedankte sich bei den Partnerbüros in Szczecin und Świnoujście für die Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltung und bei den polnischen Gästen für ihre Teilnahme und interessante Gespräche. Die Polnische Seite äußerte zum Abschluss einen Wunsch, eine ähnliche Veranstaltung auch in Polen durchzuführen. Die SBC-Büros boten dafür und die Vermittlung weiterer Kontakte ihre Unterstützung an.

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