Tätigkeitsregeln des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes

Die Hauptaufgabe vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (www.pnwm.org) ist die Erleichterung der Kontaktaufnahme zwischen Jugendlichen aus Polen und Deutschland sowie die finanzielle und inhaltliche Unterstützung. Der Verein der polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania bekam 1996 Befugnisse einer zentralen deutsch-polnischen Stelle der Jugendzusammenarbeit in Fragen der Koordinierung des schulischen und außerschulischen Austausches auf dem Gebiet der Woiwodschaft Westpommern. Das DPJW unterstützt unterschiedliche Formen des Jugendaustausches: unmittelbar – durch die Finanzierungshilfe für die Durchführung der Projekte und mittelbar durch die inhaltliche Beratungshilfe, die Organisierung der Schulungen, Werkstätte, Seminare u.ä..
 
Zu Kompetenzen der Zentraleinheit vom DPJW in Stettin gehören:
  •      Annahme und inhaltliche Bearbeitung der Anträge auf den schulischen und     nichtschulischen Austausch,
  •      Beschlusserteilung über die Finanzierungshilfe der Projekte,
  •      Überlieferung der Finanzmittel an die Antragsteller,
  •      finanziell-inhaltliche Abrechnung der durchgeführten Projekte,
  •      Bearbeitung und Abrechnung eigener aus Mitteln vom DPJW finanzierten Projekte,
  •      Kontrolle der deutsch-polnischen Jugendaustauschprogramme,
  •      ständige inhaltliche Beratung und Vorbereitungshilfe des deutsch-polnischen Jugendaustausches.
 
Der Verein der polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania führt auch eigene Projekte durch:
  •      deutsch-polnische Seminare für Austauschanimateure,
  •      Konferenzen für Austauschanimateure aus der Woiwodschaft Westpommern,
  •      Schulungen und Werkstätte für Antragsteller DPJW,
  •      koordiniert die Zusammenarbeit der westpommerischen Jungendeinrichtungen mit der Bayerischen Jugendring,
  •      Bearbeitet und gibt eigene Veröffentlichungen heraus,
  •      vermittelt bei der Kontaktaufnahme der Partnerschulen und außerschulischen Einrichtungen,
  •      Deutsch-Polnische Jugendfestspiele.
 
 
Entstehung und gesetzliche Rahmen des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes
 
Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) ist eine im Jahre 1991 durch Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen gegründete Organisation. Das DPJW entstand aufgrund des „Deutsch-Polnischen Abkommens über die Jugendzusammenarbeit” vom 17. Juni 1991 und des „Abkommens über das Jugendwerk“ vom 10. Novemeber 1989. Die Tätigkeit des DPJWs basiert auf einer partnerschaftlichen und gleichwertigen Zusammenarbeit der Polen und Deutschen. Das DPJW verfügt über den von beiden Regierungen unterstützten Fonds. Alle Gremien des DPJWs haben eine doppelstaatliche Belegschaft und das Aufsichtsorgan ist der Deutsch-Polnische Jugendrat, der auf der polnischen Seite vom Nationalen Bildungsminister und auf der deutschen Seite vom Bundesminister für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geführt wird.
Das DPJW hat zwei Hauptbüros in Warschau und in Potsdam, zwei Geschäftsführer (Paweł Moras – polnischer Geschäftsführer, der das Büro in Warschau leitet und Stephan Erb – deutsche Geschäftsführer aus dem Büro in Potsdam), jedes Büro haftet gemäß der inhaltlichen Aufteilung auf beide Länder.
Büro in Warschau ist für folgende Bereiche verantwortlich:
  •      Schüleraustausch, auch den dreiseitigen
  •      Fortbildung der Lehrer
  •      deutsch-polnische Sprachkurse
     
Büro in Potsdam ist für folgende Bereiche verantwortlich:
  •      außerschulischen Jugendaustausch (Kulturzentren, Vereine, kirchlichen und Jugendvereine)
  •      Sporttreffen
  •      dreiseitigen Austausch
  •      Berufspraktika
  •      Haushalt und Finanzen
 
Schauen Sie sich auch die offizielle Internetseite vom Deutsch-Polnischen Jugendwerkes an: www.pnwm.org
 
 
 
Arten der durch das DPJW finanziell unterstützen Projekte:
 
  •      gemeinsame Initiativen in Bezug auf Jugendtreffen:
- gemeinsame Unterrichtsstunden,
- Seminare zu politischen, sozialen, gesellschaftlichen und geschichtlichen Themen,
- Initiativen, die die Wissenserweiterung über das Partnerland zum Ziel haben,
- Programme, die die Erziehung und Bildung der Jugend auf sportlichen und kulturellen Gebieten zum Ziel haben,
- gemeinsame Treffen der Jugend im Rahmen der Partnerschaft und Zusammenarbeit der Städte,
- Programme, die Berufsqualifikationen der Jugend erhöhen.
 
  •      Initiativen in der Grenzregion
Als „Grenzregionen” werden folgende Woiwodschaften anerkannt: Westpommern, Lebus und Niederschlesien. Dagegen auf der deutschen Seite sind es Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen. Wenn ein Projekt in der Grenzregion stattfindet und an dem die Jugend aus Grenzgebieten teilnimmt, besteht die Möglichkeit der Durchführung eines kürzeren (sogar eintägigen) Programmes. Zulässig ist auch die Teilnahme der Schüler im Alter unter 12.
 
 
  •       dreiseitige Initiativen
Der Gruppe der deutsch-polnischen Jugend können sich auch Jugendliche aus einem dritten Land anschließen – es ist unerheblich, ob es sich um ein europäisches oder nichteuropäisches Land handelt. Die Treffen können in Deutschland oder in Polen stattfinden. Für die dreiseitigen Treffen gelten die gleichen Anforderungen, die auch im Falle der zweiseitigen deutsch-polnischen Treffen gelten. Die internationalen Projekte mit Teilnehmern aus vier oder mehr Ländern werden vom DPJW finanziell nicht unterstützt.
 
  •       Praktika
Im Rahmen der Berufsausbildung werden individuelle sowie Gruppenpraktika der Jugend finanziell unterstützt. Die Finanzierungshilfe wird unabhängig von der Branche gewährt. Die Ausreise wegen Praktikums darf kein Pflichtpraktikum im Rahmen des Studienplans darstellen. Die Praktika dürfen vier Wochen bis drei Monate dauern (in begründeten Fällen auch kürzer). Unterstützt werden auch Praktika ohne Teilnahme der Partnergruppe im Programm, u.a.:
-         individueller Aufenthalt mit dem Ziel der Berufswahl, Berufsvorbereitung und Berufsausbildung (Praktika),
-         individueller Aufenthalt mit dem Ziel, sich mit der Arbeit der Partnerinstitution vertraut zu machen (Hospitation),
-         Gruppenaufenthalt mit dem Ziel der Berufswahl, Berufsvorbereitung und Berufsausbildung, wenn nach der gemeinsamen Einführung die Teilnehmer einzeln oder in Paaren Praktika ablegen
  •       Fachliche Programme:
-         Schulungen für Spezialisten auf dem Gebiet des Jugendaustausches,
-         Sprachkurse,
-         Konferenzen für Austauschpartner
 
  •       4x3 – einfache Sache!
Das Modell „4x3 – einfache Sache!" ermöglicht die finanzielle Förderung der sogenannten Mikroprojekte, die keine Standardjugendtreffen darstellen. Das „4x3" entspricht dem Betrag von 3333 Zloty. Sie ist aus der maximalen Finanzierungshilfe vom DPJW für ein Projekt in Höhe von 3000 Zloty bei dem minimalen Eigenanteil von 333 Zloty (mindestens 10% aller Kosten) zusammengesetzt. Die typischen Beispiele für „4x3“ Projekte sind: Konzerte, Ausstellungen, Veröffentlichungen für Jugendliche.
  •       Reisen zu Gedenkstätten
Die gemeinsame Zukunft der jungen Polen und Deutsche im vereinigten Europa erfordert die Geschichtskenntnisse. Um sie zu popularisieren, dotiert das DPJW die Reisen zu Gedenkstätten des Naziterrors. In Ausnahmefällen auch wenn sie ohne Teilnahme des Partners stattfinden. Wenn eine Reise zur Gedenkstätte mit der Partnergruppe organisiert wird, wird sie als ein deutsch-polnisches Jugendtreffen anerkannt. Anders wird eine Reise zur Gedenkstätte ohne Partnergruppe behandelt:
    • Die Reise zur Gedenkstätte soll mindestens 4 und nicht mehr als 28 Tage dauern
    • 80% der Zeit des Programmes setzt sich aus Veranstaltungen direkt an der Gedenkstätte zusammen
    • Der Themenkreis des Programmes knüpft eindeutig an die gewählte Gedenkstätte an
    • Im Programm und Projektbeschreibung wurden die Vorbereitung und Zusammenfassung der Reise zur Gedenkstätte berücksichtigt.
 
  •       Vorbereitung und Zusammenfassung des Projektes durch die Führungskraft und Schüler
Das Erfolg des Projektes hängt im großen Maße von einer guten Vorbereitung und Zusammenfassung des Austausches ab, dies insbesondere im Falle neuer Partnerschaften. Zwei Tage des vorbereitenden und zusammenfassenden Treffens können durch das DPJW finanziell unterstützt werden. 
 
Das DPJW gewährt keine Finanzierungshilfe für:
  •      Forschungsprogramme
  •      Investitionsprogramme
  •      kommerzielle Programme
  •      ausschließlich touristische Programme
  •      institutionelle Kosten (Belegschaft)
  •      Au-Pair Aufenthalte,
  •      individuelle Auslandsreisen, z.B. Teilnahme an Sprachkursen im Nachbarland,
  •      einjährige Schulaufenthalte im Nachbarland,
  •      Studienaufenthalte und studentische Praktika im Ausland,
  •      Projekte für Jugendliche aus vier oder mehr Ländern,
  •      Bauvorhaben.
 
Voraussetzungen für die Finanzierungshilfe der Projekte
  •      Besitz vom Partner
  •      Qualifikationen der Führungskräfte
  •      pädagogische Verwirklichung der Ziele
  •      aktive Teilnahme der Jugendlichen
  •      Versicherung der Teilnehmer
  •      Vereinbarung des Programmes
 
 
Kriterien der Gewährung der Finanzierungshilfe

Die Finanzierungshilfen vom DPJW haben einen Zielcharakter, werden ausschließlich als Finanzierungshilfe für Projekte gewährt, decken nicht alle Kosten des Projektes.
  •          Berechtigte zum Erhalt der Finanzierungshilfe sind junge Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren und Personen, die die Programme leiten,
  •          Die Anzahl der Teilnehmer ist ausgeglichen, am Treffen nehmen ungefähr genauso viele Schüler aus Polen wie aus Deutschland teil,
  •          Die Dauer des Programmes: mindestens 4 ganze Tage, höchstens 28 Tage des Treffens (Grenzregion: ab ein paar Stunden bis zu 28 Tagen), Praktika: bis drei Monate.
  •          Die Anzahl der Betreuer muss im entsprechenden Verhältnis zur Teilnehmeranzahl bleiben,
  •          Schüler aus beiden Ländern realisieren gemeinsam Teile des Programmes, die die Integration der deutschen und polnischen Gruppe zum Ziel haben,
  •          Die Schüler nehmen aktiv an der Planung der Projektinhalte teil,
  •          Das Treffen darf keinen rein touristischen Charakter haben.
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