Geschichte

Euroregion Pomerania ist eine Grenzregion, die – aufgrund ihrer geographischen Lage – an besonderer Bedeutung gewinnt. Die Idee derer Entstehung entstand bereits am Anfang des Jahres 1992 als eine Antwort auf den im Jahr 1991 durch die deutsche Seite vorgeschlagenen Entwurf der sogenannten Oderregion, später als der Stolpe-Plan bezeichnet. Der alternative Vorschlag polnischer Seite wurde im Frühling des Jahres 1991 durch das Woiwodschaftsamt in Stettin abgefasst und im Beschluss des Woiwodschaftstages der Kommunen der Stettiner Woiwodschaft vom September des gleichen Jahres genauer bestimmt. In den Jahren 1992-1995 fanden gegenseitige Gespräche bei Teilnahme der deutschen und polnischen Gemeinden sowie die vierseitigen – mit Vertretern der schwedischen und dänischen Kommunen als Beobachter – statt. Die schwedische und dänische Parteien vertraten aber keine näher bestimmten Ziele und Interessen, außer denen bezüglich der Fischerei und Touristik. Sie erklärten nur allgemein deren Wille, der Euroregion nach mehrjähriger Beobachtung des Funktionierens dieses Gebiets grenzüberscheitender Zusammenarbeit beizutreten. Die stattfindenden Gespräche verlängerten sich aufgrund fehlender prozessualer, statutarischer und sachlicher Vereinbarungen. Die Meinungsverschiedenheiten betrafen insbesondere die Strukturen der künftigen Euroregion.
 
Die deutsche Seite schlug ein bilaterales System vor, zusammen mit:
  • Gemeinden der Stettiner Woiwodschaft, vertreten durch das Selbstverwaltungsamt,
  • Städten und Kreisen der Teile Brandenburgs und Mecklenburgs, organisiert im Kreise- und Städteverband.
Die polnische Seite schlug ein vierseitiges System, also den Beitritt zur Euroregion, vor:
  • seitens Polens: der polnischen Selbstverwaltungsorgane und lokalen Gemeinschaften Westpommerns, die mit der Stettiner Woiwodschaft mit 54 Kommunen identifiziert werden,
  • seitens Deutschlands: des nordöstlichen Teils Mecklenburgs-Vorpommerns und nordöstlichen Teils Brandenburgs,
  • seitens Dänemarks: der Bornholm Insel und Ostseelands,
  • seitens Schwedens: des südlichen Schonens.
Die Idee der vierseitigen Euroregion stellte die polnische Seite während der Konferenz der Baltischen Länder vor, die auf der Insel Bornholm zwischen November und Dezember 1992 organisiert wurde. Die von Polen vorgeschlagene Form der Euroregion hatte einen ganzheitlichen Charakter gemäß der Logik des Wirtschafts-, Raum-, Kommunikations- und Umweltabkommens.
Mit den geführten Gesprächen einherging der Entstehungsprozess der ersten euroregionalen Strukturen:
  • September 1992 – Entstehung der Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania e.V. mit dem Sitz in Löcknitz;
  • 14 Oktober 1993 – Gründung des Kommunalzielverbands der Gemeinden Westpommerns „Pomerania”;
  • 11 Februar 1994 – Unterzeichnung des doppelseitigen Übereinkommens über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Kommunalzielverband der Gemeinden Westpommerns „Pomerania” und der Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania e.V..;
  • 15 Dezember 1995 – im Stettiner Schloss der Pommerschen Herzöge wurde der deutsch-polnische „Vertrag über die Entstehung der Euroregion Pomerania“ geschlossen;
  • 26 Februar 1998 - Euroregion Pomerania wurde um einen dritten Partner erweitert – nämlich das schwedische Schonen;
  • 29 Februar 2000 – Unterzeichnung des "Grenzüberschreitenden Entwicklungs- und Tätigkeitskonzepts der Euroregion Pomerania für die Jahre 2000-2006“.
Die Euroregion Pomerania besteht zur Zeit aus drei Grenzregionen der drei Länder:
  • der Bundesrepublik Deutschland,
  • der Königreich Schweden,
  • der Republik Polen.
Zur deutschen Seite gehören 4 Grenzkreise und zwei kreisfreie Städte Mecklenburg-Vorpommerns (Rügen, Nordvorpommern, Ostvorpommern, Uecker Randow, Stralsund und Greifswald) und zwei Kreise Brandenburgs (Uckermark und Barnim) – alle organisiert in der Kommunalgemeinschaft Euroregion Pomerania e.V.. Die schwedische Seite besteht aus 22 Gemeinden der Region Schonen, die den Gemeindeverband Schonen bilden. Die polnische Seite bildet der Verein der Polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania (Mehrheit der westpommerschen Gemeinden).

Die Fläche der Euroregion Pomerania umfasst ungefähr 41 Tausend km2 und es leben dort über 3,4 Mio. Menschen.

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