Begegnung der Euroregionen in Szczeci

 Vom 22. bis zum 24. September veranstaltete unsere Euroregion Pomerania das 22. Forum der Polnischer Grenzregionen. Es war die alljährliche Begegnung von Vertretern aller 16 Euroregionen in Polen. Das Forum kehrte nach 17 Jahren Pause nach Szczecin zurück. Zu Hauptaufgaben der Euroregionen gehören die Förderung der Idee der europäischen Einheit und der internationalen Verständigung, Festlegung gemeinsamer Vorhaben sowie Gewinnung der Mittel für ihre Umsetzung wie auch Bestrebungen, Stereotype jeglicher Art zwischen den Nachbarn aus grenznahen Gebieten zu brechen.
Die dreitägige Begegnung eröffnete die 3. Versammlung von Delegierten der polnischen Föderation der Euroregionen. In der Föderation sind 15 von 16 polnischen Euroregionen vereint. Auf der Sitzung in Szczecin wurde die Euroregion „Pro Europa Viadrina” als Mitglied aufgenommen. Die Föderation entstand, um die Interessen der Euroregionen auf dem inländischen und europäischen Forum zu vertreten, Lobbyarbeit zu Gunsten der Euroregionen zu betreiben, Werbe- und Informationsaktionen zu unternehmen sowie zu veranlassen, dass die Föderation in die Entwicklungspolitik der Republik Polen miteinbezogen wird. Der stellvertretende Vorstand der Föderation ist Herr Krzysztof Soska, stellvertretender Präsident der Stadt Szczecin. Als besondere Gäste wurden zur Veranstaltung Herr Marek Tałasiewicz, Westpommerscher Wojewode wie auch Herr Piotr Krzystek, Präsident der Stadt Szczecin und gleichzeitig Präsident des polnischen Teils der Euroregion Pomerania, eingeladen.
Am darauf folgenden Tag organisierten wir für die Teilnehmer eine Studienreise entlang der Route von EU-Projekten, die mit den Mitteln des Interreg IV A-Programms und des Projektes „Fonds für kleine Projekte” kofinanziert wurden. Es war ein guter Zeitpunkt, um über das Themenfeld der Zusammenarbeit an einzelnen Grenzen zu sprechen und Ergebnisse von Aktivitäten vorzustellen. Einen wichtigen Aspekt in den Diskussionen bildeten auch die Erarbeitung des gemeinsamen Standpunktes bezüglich der künftigen Programmperiode für den Zeitraum 2014-2020 sowie der Erfahrungsaustausch über das Konzept der künftigen Form der ETZ. An jeder Grenze bestünden nämlich andere Erwartungen, Befürchtungen und Konzepte. Die Gespräche halfen den Teilnehmern, sich auf die Begegnung am letzten Tag des Forums vorzubereiten, an der Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Entwicklung teilnahmen. Nun aber zurück zu der Studienreise. Dank der Freundlichkeit unserer Gastgeber konnten wir das beste Projekt des Jahres in der Kategorie „Grenzübergreifender und internationaler Tourismus”, d.h., Grenzübergreifendes Umweltbildungszentrum Zalesie (Foto 1), besichtigen . An dem Standort können Kinder spielerisch aber auch durch Experimente alles über die umgebende Welt erfahren. Die Beliebtheit der Einrichtung kann schon allein die Tatsache beweisen, dass die nächsten freien Workshoptermine auf Februar und März 2015 fallen.
Den nächsten Punkt der Studienreise bildete die Reise nach Świnoujście, (Foto 4), welches die EU-Förderung sehr aktiv beansprucht. Wir konnten beispielsweise auf der Promenade spazieren, die die Stadt mit der deutschen Gemeinde Heringsdorf verbindet. Sie wird täglich von hunderten Radlern und Spaziergängern genutzt. Beide Projekte entstanden mit Unterstützung des Interreg IV A-Programms. Es gab auch Zeit, um das deutsche Ahlbeck (Foto 5) zu besuchen.
Zum Abschluss des Tages waren wir zu Gast bei den Wikingern vom Slawen- und Wikingerzentrum Wolin-Jómsborg-Vineta (Foto 3). Dort konnte man sich u.a. im Schreiben mit einer Feder versuchen, eine Kerze machen oder eine Schlacht führen. Der Verein zieht u.a. Fördermittel aus dem Fonds für kleine Projekte heran.

Am letzten Tag besuchten unsere Gäste das Schloss der Pommerschen Herzöge und die Ausstellung das Lubinsche Kabinett, wo die Entstehungsgeschichte der berühmten Karte des Herzogtums Pommern, einer der herausragendsten kartographischen Leistungen des 17. Jahrhunderts dargestellt wird. Die Vorstellung und Vermarktung der Karte war u.a. dank dem Projekt „Polnisch-deutscher Reiseführer, den Wegen der Lubinschen Karte folgend” möglich, das im Rahmen des Fonds für kleine Projekte umgesetzt wurde.
Den letzten Programmpunkt bildete die Begegnung mit Vertretern des Ministeriums für Infrastruktur und Entwicklung, Frau Anita Ryng, Leiterin des Departements Territoriale Zusammenarbeit und ihrer Stellvertreterin, Frau Magdalena Bednarczyk-Sokół wie auch mit Vertretern des Ministeriums aus Wrocław (Foto 2). Das behandelte Thema war die künftige EU-Finanzperspektive 2014-2020.
Besonderen Dank für die Unterstützung bei der Veranstaltung des Forums richten wir an: Frau Anna Ryl, Leiterin des städtischen Kulturzentrums Police und Frau Gracjana Kalicka, Leiterin des Grenzübergreifenden Umweltbildungszentrums Zalesie, Frau Katarzyna Rówińska, Leiterin der Abteilung Werbung, Tourismus, Kultur und Sport in der Stadtverwaltung Świnoujście, Herrn Wojciech Celiński vom Slawen- und Wikingerverein Wolin-Jómsborg-Vineta, Frau Barbara Igielska, Leiterin des Schlosses der Pommerschen Herzöge in Szczecin sowie Herrn Tomasz Wieczorek, der die Lubinsche Geschichte näher brachte. Die Veranstaltung des Forums wurde finanziell mit den Mitteln der Stadt Szczecin unterstützt.
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